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Bogensportfreunde


BOGEN-Schießen

Sportbogen - BogensportBogensport wird im Schützenkreis Ennepe-Ruhr bei folgenden Vereinen ausgeübt:

  • Bogensportfreunde Gevelsberg - Halle und Fita i. Fr.
  • Voerder SV - Feldbogen, traditionell
  • TUS Wengern, Bogenabt. - Halle, Fita und Feldbogen
  • BSC Sprockhövel - Halle, Fita und Feldbogen
  • Bogenschützen Ennepe-Ruhr - Halle, Fita und Feldbogen traditionell

Bogenschießen war schon in der Steinzeit bekannt, wie zahlreiche Höhlenzeichnungen belegen. Die Faszination des Sports ist ungebrochen.
Beim Zielvorgang werden nicht zwei Visierpunkte (Kimme, Korn) zur Deckung gebracht, sondern der Erfolg des Treffens ist begründet durch Kraft, Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit, Körperbeherrschung, und der Gleichmäßigkeit und Wiederholbarkeit von Bewegungen und Positionen.
Heute wird diese Schießsportdisziplin im Freien (90, 70, 60, 50, 30 m Distanz) und in der Halle (18 und 25m Distanz) geschossen. Aus der einfachen Jagdwaffe sind hoch technisierte und physikalisch ausgeklügelte Sportgeräte entstanden. Im Westfälischen Schützenbund werden die Bogenkategorien Recurve, Compound und Blankbogen geschossen. Es lassen sich dabei folgende Bogentypen unterscheiden:

  • der Recurve-Bogen
  • der Blankbogen
  • der Compound-Bogen
  • der Kyudo-Bogen

Der Recurve-Bogen

Für Anfänger ist der Recurve-Bogen am besten geeignet. Er besteht aus einem Mittelteil aus Holz oder Metall, an das die beiden Wurfarme befestigt werden (Steck- oder Schraubvorrichtungen). Die Wahl der Stärke der Wurfarme lässt sich hierbei ganz individuell auf die physische Leistungsfähigkeit des Schützen abstimmen. Diesem Aspekt kommt besondere Bedeutung zu, da das Ziehen des Bogens vornehmlich die Rückenmuskulatur beansprucht und diese erfahrungsgemäß bei Anfängern nur schwach ausgebildet ist. Bei einer Stärkung der Muskulatur kann nun beim Recurve - Bogen durch Austausch der Wurfarme die Zugkraft erhöht werden und an die Steigerung der Leistung angepasst werden. Die weiteren Bestandteile des Bogens sind die Sehne (Kunstfasern oder Naturgarn), ein am Mittelteil befestigtes Visier und eine Pfeilauflage. In der Halle werden Pfeile aus Aluminium geschossen, draußen aus Carbon oder Alucarbonmischungen. Als Zubehör benötigt man einen Armschutz (Schutz vor dem möglichen Aufschlag der Sehne auf den Unterarm), einen Fingerschutz (Fingertab) für die Finger, die die Sehne ziehen und einen Köcher für den Pfeiltransport. Eventuell noch einen Brustschutz.
Geschossen wird auf Scheiben aus gepresstem Stroh oder Kunststoffen. Auf diese Scheiben können Zielauflagen (Papier) mit Durchmessern von 40 cm bis 1,22 m oder auch sogenannte Dreierspots befestigt werden.
Recurvebogen

Der Blankbogen

ist der Urvater des Bogens. Das jahrtausende alte Prinzip, ein Holzstab mit einer Schnur, ist jedoch nicht so simpel, wie es aussieht.
Ein guter Bogen stellt hohe Anforderungen an das verwendete Material, denn beim Schießen treten im Bogen sowohl Zugspannung (auf der Vorderseite ) wie auch Druckspannung (auf der dem Schützen zugewandten Seite) auf, die vom Holz verkraftet werden müssen. Beim traditionellen Langbogen wird der Pfeil entweder über den Handrücken oder über eine kleine Pfeilauflage seitlich am Bogen entlanggeschossen. Vom Pferd aus werden kürzere Reiterbögen benutzt.
Langbogen

Der Compoundbogen

ist der am weitesten entwickelte Sportbogen. In Verbindung mit einem Release (mechanischer Lösehilfe), Visier und Stabilisation kann eine sehr hohe Treffsicherheit erreicht werden.
Der Compoundbogen beruht auf dem Prinzip des Flaschenzuges. Die Spannung des Bogens wird nicht wie beim Recurve kontinuierlich in den Wurfarmen aufgebaut, so dass im vollen Auszug die ganze Energie auf den Fingern liegt, sondern genau umgekehrt. Am Anfang wird bis zum Einsetzen des Flaschenzuges viel mehr Kraft zum Ziehen gebraucht, während am Ende im Auszug, in der Zielphase, das Gewicht und der Druck auf den Fingern verringert wird.
Compoundbogen

Kyudo

(kyu - Bogen; do - Weg) ist eine traditionelle japanische Form des Bogenschießens. Der auffälligste Unterschied zum westlichen Bogenschießen liegt in der Verwendung des asymmetrischen, etwa 2,25 m langen japanischen Bogens ohne irgendwelche Visiereinrichtung oder Pfeilauflage, der Kleidung, die sich aus der des Samuraikriegers entwickelte, und dem zeremoniellen Ablauf des Schießens.
Zeremonielles Bogenschießen wurde in Japan bereits im achten Jahrhundert von den Samurei bei besonderen Anlässen vorgeführt. Die Energie und Schlagkraft des Kriegers wurden mit der Würde und Ästhetik der Zeremonie verbunden. Nachdem im 16. Jahrhundert Feuerwaffen eingeführt worden waren und der Bogen seine Bedeutung als Waffe verloren hatte, traten die geistigen Aspekte von Kyudo in den Vordergrund.
Schon der Anfänger lernt schnell, dass nicht Wille und Ehrgeiz zu einem guten Trefferbild führen, sondern Konzentration, Gelassenheit und beständiges Üben mit korrekter Technik.
Es ist schwer, Kyudo in herkömmliche Kategorien einzuordnen. Kyudo hat eine sportliche Komponente, ohne nur Sport zu sein, aber es überwiegt der geistige Aspekt, es ist zwar körperliche Disziplin, aber mit einer starken psychischen und emotionalen Kraft.

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